36 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt die Deutsche Einheit ein dynamischer und vielschichtiger Prozess. Über die institutionelle Integration hinaus stellen sich nach wie vor Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe, regionalen Ungleichheiten, gemeinsamen Erinnerungen und der Gestaltung einer kollektiven Identität.
Unser Bildungsseminar beleuchtet diese Themen aus historischer, politischer, kultureller und sozialwissenschaftlicher Perspektive und fragt danach, wie unterschiedliche Erinnerungskulturen und Narrative die Identität von Ost und West prägen. Wir diskutieren die fortbestehenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Disparitäten und untersuchen, wie Demokratie, zivilgesellschaftliches Engagement, Medien und Bildung den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinflussen.
Ziel der Veranstaltung ist es, neue Perspektiven auf die Deutsche Einheit zu eröffnen, die Dynamiken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu reflektieren und Ansatzpunkte für einen konstruktiven gesellschaftlichen Dialog und die Stärkung demokratischer Praxis zu entwickeln.